DurantLesen - das bin ich

"Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt."
Jorge Luis Borges


"Warum ließt Du...?"
... ich weiß es eigentlich nicht. Nicht im ureigentlichen Sinne. Es ließen sich ohne große Anstrengung zig Gründe nennen, von der humanistischen Geisteshaltung bis hin zur Freizeitbeschäftigung; und doch das alles trifft nicht den Kern, die Quintessenz, die Kraft der Triebfeder, die mich fahrig werden lässt, wenn ich mich einmal einen Tag lang nicht in Bücherseiten verloren habe.

... es wäre als würde man einen Fisch danach fragen warum er schwimmt; es ist so natürlich, dass ein tiefergründiges Nachdenken darüber sich nicht anbietet, schon gar nicht aufdrängt, auch nicht lohnenswert erscheint.

... vielfach hört man Menschen über ihre Hobbys sagen, diese seien so etwas wie ihr zweites ich; konsequent für mich weitergesponnen hieße dies: Lesen - das bin ich.

 

"Was ließt Du...?"

...kurz gesagt: "querbeet" beschreibt es am ehesten. Natürlich gibt und gab es Präferenzen, die sich aber ebenso wie die Anzahl der Lenze in meinem Leben geändert haben, wiederkehren, in anderem Kontext an Gewicht gewinnen.

... ich hatte, so sehe ich es mittlerweile, das Privileg eine Schule besuchen zu dürfen, in der mehrere Sprachen Unterrichtsgegenstand waren. Dies ist mithin ein Grund, warum mir mehr Literatur offen steht, als ich in einem Leben Zeit zu lesen haben werde... letzteres ist etwas das mich unsagbar "wurmt" ;-) .

... möglicherweise, um eine etwas vielleicht befremdliche Lesegewohnheit von mir zu erwähnen, bin ich einer der wenigen, die Lexika lesen; und das von Jugend an. Ich weiß das klingt sehr schräg... aber ansonsten bin ich eigentlich recht umgänglich und pflegeleicht.

 

"Welches ist Dein Lieblingsbuch...?"
... so etwas habe ich streng genommen nicht. Schon die ein oder andere Hundertschaft an Gebundenem, Geheftetem und Geleimten ging durch meine Hände, hinterließ Spuren... und wirklich Gutes sogar Eindrücke.

... würde man mich, wie es für Menschen leider üblich ist, Genres zuordnen, würden Science Fiction, Fantasy, Deutsche Klassiker der Romantik und Allthochdeutsches sich die Waage halten; doch wie auch bei einem guten Gericht müsste dies alles um Gewürze bereichert werden: so würden es die Schärfe philosophischer Denker (von Platon bis Liessmann), die sanfte Mildheit der Lyrik (von Hartmann von Aue bis C.H. Huber) und der tragende Geschmack gediegener Geschichtsbücher, wie z.B. Durants "Kulturgeschichte der Menschheit" - um nur eines zu nennen-, erst zu einen guten, runden Gericht machen.

 

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